Deutsche Schautauben Sonderverein seit 1908

Die Deutsche Schautaube

Eine deutsche Formentaube, gezüchtet auf Form, Haltung und Ausdruck.

Die Deutsche Schautaube ist eine deutsche Formentaube, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Reisebrieftauben und verwandten Rassen durch zweckmäßige Auswahl geschaffen wurde. Gezüchtet wird sie nicht auf Flugleistung, sondern auf Form, Haltung und Ausdruck – auf jene lebhafte, zucht- und flugfreudige Gesamterscheinung, die der Standard verlangt.

Herkunft und Entwicklung

Am Anfang stand die Ausstellungsbrieftaube. Aus ihr entwickelte sich über die Schönheitsbrieftaube die heutige Deutsche Schautaube – eine Rasse, die konsequent auf äußere Erscheinung gezüchtet wurde, während die Brieftaube ihren Weg über die Flugleistung nahm.

Der Sonderverein wurde 1908 als „Verband der Deutschen Schönheitsbrieftaubenzüchter“ gegründet und 1938 in „Verband Deutscher Schautaubenzüchter“ umbenannt. 1991 musste der Status „Verband“ aufgegeben werden; seitdem trägt er den Namen „Sonderverein der Züchter Deutscher Schautauben“.

Was die Rasse ausmacht

Der Körper ist kurz und kräftig, keilförmig und fast waagerecht getragen. Entscheidend ist der feine Fluss aller Linien: Kopf, Hals, Brust und Rücken sollen zu einem harmonischen Ganzen verbunden sein – kein Einzelmerkmal darf sich in den Vordergrund drängen.

Das auffälligste Merkmal ist der Kopf. Über dem Auge breit, verjüngt er sich keilförmig zur Schnabelspitze. Schnabel und Stirn bilden eine ununterbrochene, schwache Bogenlinie mit dem höchsten Punkt über dem Auge. Dazu kommen große, etwas hervortretende Augen mit intensiv rubinroter Iris und ein schmaler, zarter Augenrand in hellgrauem, ins Weißliche gehendem Farbton.

Bewertet wird in dieser Reihenfolge: Gesamteindruck – Form und Stand – Kopf und Schnabel – Gefiederfarbe. Die Ringgröße beträgt 9.

Vielfalt in der Farbe

46 Farbenschläge sind anerkannt – von Schwarz, Dun und Andalusierfarbig über die vielen Blau-, Blaufahl-, Indigo-, Rotfahl- und Gelbfahlvarianten bis zu Weiß, den Weißbindigen, den Schimmeln und den Getigerten. Dazu treten die Gescheckten, die auf Ausstellungen unter der Bezeichnung „Gescheckt“ zusammengefasst werden.

Die Liste wächst weiter: Andalusierfarbig wurde 2022 anerkannt, Indigo-dunkel folgte 2023. Wer eine Lieblingsfarbe sucht, wird bei der Deutschen Schautaube fündig.

Vielfalt

Neun Farbenschläge im Bild

Preistiere unserer Schauen – mit Note, gestiftetem Preis und Züchter.

Deutsche Schautaube, Farbenschlag Blau mit Binden
Blau mit Binden
0,1 j · v97 EBGAN
Gerd Dietzel
Deutsche Schautaube, Farbenschlag Blau-dunkel
Blau-dunkel
0,1 j · v97 EBGAN
Wolfgang Ehricht
Deutsche Schautaube, Farbenschlag Schwarz
Schwarz
1,0 j · v97 KVE
Mark Hrobon
Deutsche Schautaube, Farbenschlag Rotfahl mit Binden
Rotfahl mit Binden
1,0 j · v97 GEP
Alf Mertins
Deutsche Schautaube, Farbenschlag Gescheckt
Gescheckt
0,1 j · hv96 GSE
Uwe Jähn
Deutsche Schautaube, Farbenschlag Weiß
Weiß
1,0 a · v97 EBGAN
Hans-Jürgen Engel
Deutsche Schautaube, Farbenschlag Blau-getigert mit Binden
Blau-getigert mit Binden
0,1 j · v97 GE
Heinz Maaß
Deutsche Schautaube, Farbenschlag Dominant Gelb-getigert
Dominant Gelb-getigert
0,1 a · v97 EBGAN
Mark Hrobon
Deutsche Schautaube, Farbenschlag Weiß
Weiß
0,1 j · sg95 EP
Josefine Staake

Preistiere der Eckartsburgausstellung. Die Kürzel bezeichnen Note und gestifteten Preis, 1,0 steht für einen Täuber, 0,1 für eine Täubin, j für Jungtier und a für Alttier.